"Verschiedene Front-Materialen werden dem Markt angeboten. Doch grundsätzlich kann kein Material als schlecht bezeichnet werden. 

Die Auswahl des Materials entspricht vorwiegend dem Budget der Küche. 

Günstig heisst nicht zwingend schlecht und teuer nicht zwingend gut." 
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--> Frontenmaterial

Die Bestimmung des Frontmaterials ist in Sachen optische Wirkung der wichtigste Akt bei der Zusammenstellung einer Küche


Frontenmaterial

Als Frontmaterial wird der Teil der Küche bezeichnet, den wir als erstes sehen. Über die Farben und Strukturen lässt sich bekanntlich streiten. Doch eines steht fest; jeder Küchenkäufer lässt sich seine Küche alleine von seinem Bauchgefühl her zusammenstellen.
Ein weiterer Bestandteil ist der Korpus. Unter dem Korpus versteht man das Grundgerüst für die Küchenelemente, an denen entweder eine Front, Seitenteil oder Schubladen an beiden Seitenteilen befestigt wird. Bei den Korpusausführungen gibt es auch verschiedene Varianten wie bei den Fronten selbst. Wichtig ist es muss einem gefallen. Keine Trends, keine Überzeugung, keine Umstimmung. Ihr Bauch ganz alleine wird dies für sich entscheiden. Manchmal mit Hilfe des Budgets.

Musterfront aus Folie

Folienummantelt (Folienfronten)

3D-Thermolaminat-Fronten (ummantelt)3D-Thermolaminat-Fronten erkennt man in erster Linie daran, dass sie rund herum abgerundet sind. Ob die Front mit Rillen oder Profilen versehen ist, die Struktur des Thermolaminates läuft über die ganze Front. Beim Dekor werden keine Spielräume offengelassen. Hier ist fast alles erhältlich. Matt, Hochglanz, Holzstruktur etc.

Als Grundplatte wird eine MDF-Tieffräs-Plus-Platte verwendet. Das Thermolaminat, welches mit Vakuum über die vorgefrästen Teile tiefgezogen wird, hat je nach Fronten-Hersteller und Material eine Dicke von 0.25-0.5 mm. Je dicker das Thermolaminat ist, desto robuster ist die Oberfläche und kleine Unebenheiten der Trägerplatte sind fast nicht sichtbar. Die Rückseite der Front kann als günstigere Variante mit einer weissen Standard-Beschichtung oder aber mit einem möglichen Aufpreis auch im Dekor der Front gewählt werden. Durch die spezielle Herstellungsart, bei welcher das Thermolaminat durch Erwärmung mit Vakuum über die Trägerplatte gezogen wird, ist es möglich fas alle erdenklichen Formen und Abmessungen zu fabrizieren.

Musterfront aus Melamin

Melaminharz/Kunstharz

Als Grundträger dient wie bei den meisten Standardfronten eine Spanplatte. Es können hier jedoch auch andere Platten verwendet werden. Durch Einsetzen einer normalen Spanplatte als Träger, kann die Küche preiswerter angeboten werden. Kunstharzfronten erkennt man am besten an der sichtbaren Kante. Da das Kunstharz eine bestimmte Dicke aufweist, ist der Querschnitt der Belegung in der Regel an Hand eines braunen Streifens an der Kante zu erkennen.
Kunstharze bestehen in der Regel aus zwei Komponenten. Die Vermischung eines Harzes und Härter ergibt eine reaktionsfähige Harzmasse. Unter Druck und Hitze werden sie mit duroplastischem Kunstharz getränkt und gepresst. Bei diesem Arbeitsvorgang werden verschiedene Strukturen verwendet um die Front so authentisch wie möglich erscheinen zu lassen. Sobald eine Front ausgehärtet ist, lässt sie sich nicht mehr verbiegen.

Aufbau einer Spanplatte

Schichtstoff

Schichtstoff ist ein hochwertiges und belastbares Material und doch sehr kostengünstig und pflegeleicht. Erhältlich gibt es Schichtstofffronten in 1000 Variationen.
Schichtstoff-Fronten werden in mehreren Qualitäten hergestellt. Erkundigen Sie sich nach der Anzahl Papierlagen der Beschichtung. Eine günstige Variant e ist die 2-Lagen-Beschichtung. Da die Trägerplatte meistens eine Spanplatte ist, welche keine reine glatte Oberfläche hat, kann diese günstige Qualität, die Unebenheiten des Trägers ersichtlich machen. Eine Steigerung der Qualität bietet die 3-Lagen-Beschichtung. Das Material ist zwar etwas teurer, doch zahlt sich der Mehrpreis ersichtlich aus.
HPL (High Pressure Laminate) ist die ursprüngliche Herstellungsmethode und CPL (Continuous Pressure Laminate) ist die neuere Produktionsmöglichkeit, die auch erlaubt grössere Formate herzustellen. CPL-Laminate verfügen über eine höhere Qualität und Haltbarkeit gegenüber den HPL-Laminaten. Grundlage des Schichtstoffs ist ein Hochdrucklaminat, das in verschiedenen Dekopapiere mit Harz mehrfach getränkt wurde. Diese Schichten werden bei starker Hitze und extremen Druck miteinander verpresst. Postforming können die Kanten einseitig abgerundet werden.

Musterküche in Hochglanz-Fronten

Lackfronten

Bei Lackfronten können folgende Arten unterscheiden werden: Strukturlack, Glanzlack, Hochglanzlack, Mattlack, Farblack, Metalliclack und wir zählen hier auch noch die Pulverbeschichtung hinzu, was einem Strukturlack ähnlich sieht, und noch andere mehr. Die Benennung der einzelnen Varianten, kann verschieden sein. Einzelne industrie können eigene Bezeichnungen haben. Und andererseits, hat die offizielle Benennung der Art in den letzten Jahren teils geändert. Tatsache ist, es gibt einen Matt-, Seiden-und Hochglanzlack. Mischt man einem dieser Lacke Metallkomponente zu, ergibt es einen Metall-Lack, was bei den Autos unter dem Ausdruck "metalisé" bekannt ist. Misch man andere Komponente hinzu ergibt sich ein Strukturlack.
Struckturlacke sind leicht erkennbar, weil diese eine raue Oberfläche haben. Alle Lacke sind in allen möglichen Farben erhältlich.
Bedingung einer Top-Qualität ist der Einsatz einer MDF Platte als Grundträger (MDF zeichnet sich mit einer harten und sehr glatten Oberfläche aus) und das entsprechende hochqualifizierte Spritzverfahren.
Qualitäts-Lackfronten befinden sich meist in der höchsten Preisegruppe. Durch entsprechende Lager- und Ruhezeit entsteht ein höherer Glanzgrand und der wolkige Effekt in der Oberfläche wird so vermieden. Lackfronten findet man heute beinahe in allen Preisgruppen. In der Regel gilt, je höher die Preisgruppe, je mehrschichtiger wurde lackiert und je länger die Lieferzeit. Top-Qualität wurde mindestens 8 x lackiert und hat eine Lieferzeit zwischen 8-12 Wochen. Spezialisierte Spritzwerke, unabhängig von Küchenfronten, können diese Lieferzeiten unterbieten.
Falls sie sich für eine Lackfront entscheiden, klären sie mit Ihrem Küchenstudio unbedingt die Reinigungsmöglichkeiten ab. Einige industrie übernehmen keine Haftung für den Einsatz von Mikrofasertüchern reinigen.

Muster aus Furnierfronten

Furnierte Fronten

Holz ist immer noch ein beliebtes Material. Furnierte Fronten sind eine kostengünstige Alternative zu Massivholzfronten, da nur eine kleine Schicht aus Echtholz besteht. Als Grundgerüst wird auf einer Span- oder MDF-Platte eine dünn geschnittene Holzplatte aufgeleimt. Zur Schutz und Veredelung der Furniere wird eine schützende Lackschicht überzogen. Die verschiedenen Lacke entnehmen Sie bitte in der Sparte "Lackfronten".
Ein wichtiger Hinweis ist der Verlauf der Holzmaserung. Hier gibt es zwei Angebote. Alle Fronten auf Bild oder eben nicht. "Auf Bild" ist eine typische handgefertigte Herstellung. Das Bild der Holzmaserung läuft über alle Fronten. Dies ist ein teures Herstellungsverfahren und kann auch nur von wenigen industriellen Industrien angeboten werden.
Die andere Variante ist die industrielle Fertigung. Die einzelnen Träger werden zwar mit Furnieren überleimt, doch ergibt sich über mehrere Fronten kein Bildverlauf. Dies zeichnet keine schlechte Qualität aus, ist aber eine günstigere Variante. Bei Hölzern mit grober Maserung sollte diese Variante nicht angewendet werden.

Musterfront aus Massivholz

Echtholz /Massivholz

Massivholzfronten sind heute nach wie vor regional im Einsatz. Massivholzfronten werden heute verstärkt in exotischen Hölzern angeboten. Diese weisen eine starke Maserung auf, wie zum Beispiel ein Olivenbaum oder sie sind sehr dunkel, wie zum Beispiel Zedernholz. Europäische angewendete Hölzer sind eher Eiche und Nussbaum. In (Quelle Schreinerei Ambühl Davos) den Bergregionen kommt Fichte zum Einsatz.
Wer eine hochstehende Echtholz-Front sich wünscht, empfehlen wir die Küchenbauer / Schreinereinen zu berücksichtigen. Eine solche Küche sollte in unseren Augen nicht industriell gefertigt werden.

Musterfront aus Acrilux

Acryl-Fronten

Acrylfronten verfügen über sehr hochwertige Oberflächen mit besonderer Farbtiefe und einem exzellenten Hochglanzeffekt. Acrylfronten zeichnen sich durch sehr gute Reinigungsmöglichkeiten aus, da die Oberfläche komplett geschlossen ist.
Der Unterschied zwischen einer Lack-und einer Acrylfront zeichnet sich im Herstellungsverfahren aus. Lackfronten werden mehrmals mit eingefärbtem Lack gespritzt. Acyrilfronten haben eine Folie als Untergrund und werden anschliessend mit spezielle härtendem Lack mehrmals überspritzt. Die Untergrundfolie kann Uni sein oder wie abgebildet ein Foto einer Holzstruktur zeigen..

Um die Widerstandsfähigkeit gegen Wisch- und Kratzspuren zu verbessern, sollten die Acryl- Fronten mit Poliermittel versiegelt werden. Feine Kratzer können dadurch vorsichtig entfernt werden.Fragen Sie unbedingt Ihren Küchenfachmann. Bei bestimmten Lichtsituationen feine Gebrauchsspuren auf den Fronten erkennbar. Diese sind, ähnlich wie bei hochglänzenden Oberflächen von Autos oder anderen Möbeloberflächen, langfristig nicht zu vermeiden. Derartige Gebrauchsspuren stellen meistens keinen Reklamationsgrund dar.




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